Geschäftsbericht 2025

Doppelte Wesentlichkeits­analyse

Im Jahr 2025 haben wir unsere doppelte Wesentlichkeitsanalyse (DMA) von 2024 im Einklang mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) aktualisiert. Die Aktualisierung verfeinerte die Abstimmung der ESG-Themen mit Entwicklungen in unserem Geschäftsmodell, einschließlich unseres Übergangs zu einem börsennotierten Unternehmen, und stärkte die regulatorische Compliance.

Methodik und Einbindung der Stakeholder

Unsere DMA kombiniert Stakeholder-Interviews, Finanzanalysen und Expertenbewertungen, um wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen entlang von ESG-Themen und der gesamten Wertschöpfungskette zu identifizieren.

Diese methodische Grundlage blieb 2025 unverändert, während die Aktualisierungen der ESRS integriert wurden. Die in 2024 identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden durch aktualisierte Stakeholder-Interviews und Expertenbewertungen verfeinert und validiert. Ein noch stärkerer Fokus wurde auf die umfassende Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette gelegt, unterstützt durch die verstärkte Einbindung aktueller wissenschaftlicher Publikationen und Branchenberichte.

Die wichtigsten Stakeholder-Gruppen –Kunden, Mitarbeitenden, Investoren, lokalen Gemeinschaften und Lieferanten – blieben unverändert. Nach dem Börsengang von PFISTERER im Jahr 2025 gewann die Relevanz von Kapitalmarkt-Stakeholdern weiter an Bedeutung. Qualitative Stakeholder-Interviews wurden daher erneut über interne Fachexperten durchgeführt, die als repräsentative Stellvertreter dieser Gruppen fungierten.

Die DMA wird weiterhin jährlich überprüft und aktualisiert, um die Übereinstimmung mit den sich entwickelnden ESRS-Anforderungen, den Erwartungen der Stakeholder und den Entwicklungen im Geschäft sicherzustellen.

Ergebnisse und strategische Ausrichtung

Die zentralen Prioritäten, die in der DMA 2024 identifiziert wurden – Energiewende, Ressourceneffizienz, Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenorientierung und Governance – bleiben Kernbestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von PFISTERER und stimmen weiterhin mit den Unternehmenswerten Innovation, Verantwortung, Kundenfokus und Nachhaltigkeit überein.

Durch die methodische Verfeinerung und die stärkere Ausrichtung an den ESRS wurde das Thema „Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette“ ergänzt. Dies umfasst sowohl vorgelagerte Aspekte wie Arbeitsstandards und -bedingungen in der Lieferkette, als auch nachgelagerte Aspekte, darunter Arbeitssicherheit bei Installation und Betrieb sowie Produktsicherheit und Zuverlässigkeit.

Unsere Wesentlichen Themen

  • E1 – Klimawandel:
    Unterstützung der Elektrifizierung und Dekarbonisierung unserer Gesellschaft.

  • E5 – Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft:
    Minimierung von Abfällen und Optimierung des Materialeinsatzes.

  • S1 – Eigene Belegschaft:
    Förderung von Wohlbefinden, Gleichberechtigung und stabiler Beschäftigung.

  • S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette:
    Berücksichtigung von Arbeitsstandards und -bedingungen in der vorgelagerten sowie von Arbeitssicherheitsaspekten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette.

  • G1 – Unternehmenspolitik:
    Stärkung des Vertrauens durch transparente Praktiken.

Fazit

Die DMA 2025 bestätigt, dass die bisher bestehenden Kernprioritäten von PFISTERER unverändert bleiben. Die Analyse und die identifizierten wesentlichen Themen dienen weiterhin als Leitlinie für unsere Nachhaltigkeitsstrategie, wobei weitere Verfeinerungen die Umsetzung nachhaltiger Praktiken und die Schaffung langfristiger Werte unterstützen. In der Doppel-Wesentlichkeits-Matrix werden die ESRS-Unterthemen nach ihrem Einfluss auf Umwelt, Soziales und Governance sowie nach finanzieller Wesentlichkeit dargestellt.